Mein Erleben und meine Inspiration

Bei meinen ausgedehnten Fotoexkursionen und auf meinen Bergwanderungen jage ich öfter den Insekten nach - oder besser gesagt: Ich schleiche mich vorsichtig an und freue mich, wenn ein Tierchen ein Weilchen sitzenbleibt und mir die nötige Zeit für das Drücken des Auslösers lässt. 

Insekten sind die artenreichste Tiergruppe der Welt. Viele Arten sind unverzichtbare Nützlinge oder Bestandteil der Nahrungskette für un-sere heimischen Tiere. In Deutschland sind (noch) rund 3.500 Insektenarten heimisch. 

Kleine Goldschrecke

 

Die Kleine Goldschrecke (es gibt auch noch die Große) ist eine Kurzfühlerschrecke aus der Familie der Feldheuschrecken. Man findet sie auf Feuchtwiesen und langgrasigen Trockenrasen. In Süddeutschland ist sie sehr verbreitet.

Die Weibchen legen ihre Eier oberirdisch zwischen zusammengefalteten Blättern von Gräsern und Pflanzen ab. Die später braun gefärbten Eikokons enthalten jeweils fünf bis sechs Eier. 

Diese Schrecke konnte ich gut fotografieren. Wenn man genau hinsieht, hat sie ihr rechtes Bein verloren. Das Rumspringen im Gras fiel ihr deshalb wohl ziemlich schwer und sie ist brav sitzen geblieben, die Arme.

Roter Weichkäfer

 

Die roten Weichkäfer sind weltweit verbreitet. Sie werden 7 bis 10 mm lang und sind fast am ganzen Körper rotgelb gefärbt. Nur die hinteren Enden der Deckflügel sind schwarz. Sie haben sehr lange, fadenförmige Fühler. Man findet die Käfer zahlreich, oft auf Doldenblütlern sitzend auf Wiesen und an Waldrändern. Man kann ihnen während der sich lang hinziehenden Paarung im Juni und Juli stundenlang zusehen und gut fotografieren.

Die kleinen Tierchen sind tagaktiv und jagen auf den Dolden nach kleinen Insekten.

Nach dem langen Paarungsprozess legen die Weibchen ihre Eier ab. Die Larven jagen am Boden nach Schnecken und Insekten. Nach mehreren Häutungen verpuppen sie sich.

Admiral

 

Die Flügel des Admiral sind oberseits schwarzbraun gefärbt und haben eine auffallende, rote Binde sowie schwarz-weiß gescheckte Vorderflügelspitzen. Man findet sie in den verschiedensten Lebensräumen und sehr häufig. Dieses Foto ist in Hamburg-Blankenese entstanden.

Der Admiral gehört zu den typischen Wanderfaltern. Ab April fliegt er aus dem Mittelmeergebiet nach Deutschland.

Die Eiablage erfolgt ausschließlich an der Brennnessel. Die Raupe kann gelblich oder fast schwarz gefärbt sein. Sie baut sich, einzeln auf einem Brennnesselblatt lebend, aus diesem eine besondere Behausung: Sie rollt die Blattfläche zu einer Tüte zusammen und klappt sie nach unten, sodass ein nach unten offener Trichter entsteht. Dadurch ist sie von außen nicht zu sehen und gut geschützt. 

Silbergrüner Bläuling

 

Die Bläulinge sind maximal mittelgroße Tagfalter, die in den beiden Geschlechtern oft sehr unterschiedlich gefärbt sind. Die Männchen besitzen in vielen Fällen metallisch blau gefärbte Flügelschuppen.

In Deutschland kommen etwa 45 Arten vor.

Dieses Männchen zeigt oberseits einen sehr hellen Blauton, unterseits ist es hell graubraun. 

Ich habe es beim Abstieg von der Halsalm in den Berchtesgadener Alpen fotografiert. Man findet diesen Schmetterling ziemlich häufig auf sonnigen Wiesen und auf Trockenrasen.

Die grüne, gelb gefleckte Raupe lebt an Hufeisenklee und wird regelmäßig von Ameisen besucht.

 

Kaisermantel

 

Ein großer Falter mit gelb-roten, schwarz gepunkteten Flügeln an der Oberseite. Das hier ist ein Männchen, das gekennzeichnet ist durch vier auffallende, dunkle Duftschuppenstreifen entlang der vier hinteren Längsadern des Vorderflügels. Die Unterseite der Hinterflügel ist grünlich mit silbernen Streifen. Der Kaisermantel ist auf Waldlichtungen und Waldwiesen im süd- und mitteldeutschen Bergland zu finden und ist weit verbreitet. Ich habe ihn auf vielen Wegen zu verschiedenen Almen im Chiemgau und im Berchtesgadener Land fotografiert. auf Waldlichtungen und Waldwiesen im Süd- und mitteldeutschen Bergland zu finden und ist weit verbreitet. 

Weißbindiger Mohrenfalter

 

Dieser Falter mit seinen schwarbraunen Flügeloberseiten ist gekennzeichnet durch seine schwarzbraunen, teilweise weiß gekernten Aufgenflecken, die in einer rotgelben Binde liegen. Die Flügelränder sind schwarz-weiß gescheckt. Die Unterseite des Hinterflügels hat eine weiße Binde.

Die Art zeigt eine zweijährige Entwicklung und erscheint daher alle zwei Jahre - meist die ungeraden - häufiger. Wenn das stimmt, könnte er mich im kommenden Jahr in noch größerer Anzahl umflattern. Denn er ist mir auf vielen meiner Bergtouren in diesem Jahr ein oftmaliger Begleiter gewesen.

Die Gemeine Breitstirnblasenkopffliege

 

ist eine Art aus der Familie der Blasenkopffliegen, auch Dickkopffliegen genannt. Sie ist ca. 9 mm lang, hat einen rostroter Körper, einen gelblichem Kopf mit kurzen Fühlern und einem  zweigliedrigem Rüssel.

insbesondere beim Männchen (wie hier) ist der Hinterleib hakenförmig gekrümmt. Die Flügel sind durchsichtig und an der Basis rötlich-gelb gefärbt. Häufiges Vorkommen in Asien, Europa und Nordafrika.

Sie sind Blütenbesucher, die sich von Nektar ernähren.

Die Blasenkopffliegen sind Parasitoide. Als Hauptwirt dieser Art fungiert die Hummel. Die Eier werden im Flug an sitzende oder langsam fliegende Wirtstiere abgelegt. Dann schlüpfen die Larven und dringen in den Hinterleib der Hummeln ein, die sie ausfressen. Die Larven überwintern im toten Wirt.

Ein Sonntagsausflug

 

 

Mitte April bin ich mit dem Fahrrad am Nordufer des Chiemsees entlang gefahren. Die Wolkenstimmung war kurios, das Wasser zumeist glatt. So sind mir unter anderem u.a. auch sehr schöne Spiegelbilder gelungen.